Wildtaube
Ringeltauben, Türkentauben und andere Wildtauben sind Wildvögel. Sie werden anders eingeschätzt als Stadttauben und brauchen je nach Situation andere Hilfe.
Stadttauben sind keine Wildvögel, die freiwillig in der Stadt „leben wollen“. Sie sind Nachkommen von Haus-, Brief- und Zuchttauben. Ihre wilden Vorfahren waren Felsentauben. Darum suchen Stadttauben heute Gebäude, Brücken, Mauernischen, Dachkanten und Parkhäuser als Ersatz für Felsen.
Felsentauben brüten nicht in Bäumen, sondern an Felsen, in Nischen und Höhlen. Stadttauben zeigen dieses Verhalten noch heute. Für sie sind Häuserwände, Balkone, Brücken, Parkhäuser und Dachböden die Orte, die einem Felsen am nächsten kommen.
Das erklärt, warum sie nicht einfach „in den Wald“ ziehen. Dort finden sie weder passende Brutplätze noch die Strukturen, an die ihr Verhalten angepasst ist.
Wer die Unterschiede kennt, kann schneller einschätzen, welche Hilfe sinnvoll ist und welche Informationen beim Kontakt wichtig sind.
Ringeltauben, Türkentauben und andere Wildtauben sind Wildvögel. Sie werden anders eingeschätzt als Stadttauben und brauchen je nach Situation andere Hilfe.
Stadttauben sind Nachkommen gezüchteter Haus- und Brieftauben. Sie sind ortstreu, brüten an Gebäuden und sind in der Stadt auf menschliche Lösungen angewiesen.
Brieftauben sind oft beringt. Wenn sie erschöpft gefunden werden, braucht es Ruhe, Wasserangebot und eine Einschätzung, ob Halter:innen ermittelt werden können.
Rassetauben sind gezüchtete Tauben mit besonderen Merkmalen. Viele kommen draußen schlecht zurecht und brauchen häufig eine gesicherte Unterbringung.
Der Mensch hat ihre Vorfahren gezüchtet, genutzt und verbreitet. Heute werden sie oft abgewertet, obwohl ihr Leben in der Stadt menschengemacht ist.
Ohne betreute Versorgung bleiben Hunger, Brutdruck und Verschmutzung bestehen. Ein Taubenhaus setzt bei Futter, Nistplätzen, Eiertausch und Reinigung an.
Panik hilft nicht. Respektvolle Hygiene reicht im Alltag.
Tauben brüten weiter, suchen Müll und Essensreste und werden krank. Sinnvoller ist kontrollierte Versorgung an betreuten Standorten mit Eiertausch.
Deshalb ist Eiertausch wichtig: Eier werden gegen Attrappen ersetzt, bevor Küken entstehen und später verhungern oder krank aufwachsen.
Ein Taubenhaus bündelt den Schwarm an einem festen Ort. Dort gibt es Futter, Wasser, Nistplätze, Reinigung und Eiertausch. So wird die Population begrenzt und Kot kann dort entfernt werden, wo er anfällt.
Die Eier werden gegen Attrappen ersetzt. Die Tauben brüten weiter, aber es schlüpfen keine Küken. Das verhindert Nachwuchs, ohne Tiere zu töten.
Brot füllt den Magen, versorgt die Taube aber schlecht. Geeigneter sind Körner, Sämereien und Hülsenfrüchte.
Bahnhöfe, Parkhäuser und Brücken bieten Vorsprünge, Nischen, Wärme und Schutz vor Regen. Für Stadttauben sind das Ersatzfelsen.
Tauben zeigen Schwäche spät. Wenn eine Taube am Boden sitzt, die Augen schließt oder nicht wegfliegt, ist sie oft schon länger krank, verletzt oder erschöpft.
Wenn eine Taube nicht wegfliegt, die Augen schließt oder aufgeplustert am Boden sitzt, ist sie oft krank, verletzt oder erschöpft. Bitte aufnehmen und melden.
Geeignet sind Körner, Sämereien und Hülsenfrüchte. Brot füllt den Magen, versorgt die Taube aber schlecht.
Vergrämung verschiebt den Schwarm meist nur an die nächste Ecke. Ohne betreute Versorgung bleiben Hunger, Brutdruck und Verschmutzung bestehen.